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Furry Garn für Amigurumi: Meine Erfahrungen mit dem Rico Design Garn und den neuen Häkelheften

Werbung / Die in diesem Beitrag vorgestellten Produkte wurden mir von Rico Design kostenlos zum Testen zur Verfügung gestellt. Meine Meinung und Bewertung bleiben davon unbeeinflusst.

Gehäkeltes Amigurumi Häschen aus Furry Garn auf einem kreativen Arbeitsplatz.

Flauschige Garne liegen momentan voll im Trend. Gerade für Amigurumi sorgen sie für einen besonders kuscheligen Look. Gleichzeitig stellen sie viele Häklerinnen und Häkler vor Herausforderungen. Furry Garn wird in der Regel als Beilaufgarn verarbeitet. Das bedeutet, dass es zusammen mit einem oder sogar zwei weiteren Fäden gleichzeitig verhäkelt wird. Dadurch werden die Maschen beim Häkeln und Zählen deutlich schwerer erkennbar. Da stellt sich schnell die Frage: Lohnt sich das Häkeln mit Furry Garn überhaupt? Genau das habe ich für dich getestet.


Pastellfarbene Flauschgarne, lilafarbene Häkelnadeln und kleine gehäkeltes Häschen und Monster auf hellem Tisch.

Was ist Furry Garn?

Furry Garn ist ein sogenanntes Beilaufgarn. Das bedeutet, dass es nicht alleine verhäkelt wird, sondern zusammen mit einem zweiten Garn, meist einem Baumwollgarn. Durch die feinen, weichen Fasern entsteht eine fellartige Oberfläche, die Amigurumi besonders flauschig und lebendig wirken lässt.

Für diesen Blogbeitrag durfte ich das Ricorumi Furry Furry von Rico Design testen. Das Garn besteht aus 100 % Polyamid, hat eine Lauflänge von 175 Metern auf 25 Gramm und kann bei 30 Grad im Schonwaschgang gewaschen werden.

Besonders praktisch finde ich, dass die Farben auf das Ricorumi Baumwollgarn abgestimmt sind. Dadurch lässt sich das Beilaufgarn farblich passend kombinieren, ohne lange nach einem geeigneten Baumwollgarn suchen zu müssen.


Meine Erfahrungen mit dem Furry Garn von Rico Design

Für meinen Test habe ich zuerst das Häschen aus dem Häkelheft The Lovely World of Ricorumi Uni, Furry Furry, Nilli Nilli – Furry Animals gehäkelt. Laut Anleitung werden dafür zwei Fäden Furry Furry und ein Faden Baumwollgarn gleichzeitig verwendet. Da ich jedoch nur ein Knäuel Furry Furry zur Verfügung hatte, entschied ich mich, das Häschen nur mit einem Faden Furry Furry und einem Faden Baumwollgarn zu häkeln.


Im Nachhinein bin ich der Meinung, dass für das Häschen auch ein Knäuel Furry Furry ausgereicht hätte. Dafür hätte man den Faden von der Aussenseite und aus der Mitte des Knäuels gleichzeitig verwenden müssen. Ich vermute, dass in der Anleitung deshalb zwei Knäuel angegeben sind, weil sich diese Variante einfacher und angenehmer häkeln lässt. Das ist allerdings meine persönliche Einschätzung nach dem Test.


Bereits nach den ersten Maschen war ich positiv überrascht. Das Furry Furry Garn liegt zusammen mit dem Baumwollgarn angenehm in der Hand und liess sich problemlos verhäkeln. Besonders begeistert hat mich die unglaubliche Weichheit des Garns. Es fühlt sich bereits während des Häkelns wunderbar weich an und verleiht dem fertigen Amigurumi eine ganz besondere Haptik.


Viele fragen sich, ob man die Maschen bei einem flauschigen Garn überhaupt noch erkennt. Dank des mitgeführten Baumwollgarns konnte ich die Maschen jederzeit gut sehen und zählen. Ich hatte dadurch keinerlei Schwierigkeiten beim Häkeln.


Für mein zweites Projekt entschied ich mich für das Monster Same but Different aus dem Heft The Lovely World of Ricorumi Cotton, Furry Furry, Nilli Nilli – Marvellous Monsters Under my Bed. Dieses Mal habe ich die Anleitung wie vorgesehen gearbeitet und zwei Fäden Furry Furry zusammen mit einem Faden Baumwollgarn verhäkelt. Auch hier verlief das Häkeln problemlos.


Der Unterschied zwischen einem und zwei Fäden Furry Furry ist deutlich sichtbar. Mit einem Faden entsteht ein feiner, leichter Flausch, der mich etwas an Mohair erinnert, allerdings ohne tierische Fasern. Werden zwei Fäden verwendet, wirkt die Oberfläche deutlich dichter, flauschiger und fast wie ein kleines Fell. Je nach gewünschtem Effekt lässt sich das Erscheinungsbild also wunderbar variieren.


An der Anleitung selbst musste ich nichts anpassen. Beide Projekte habe ich mit einer 3 mm Häkelnadel gearbeitet. Dabei kam meine persönliche Lieblingshäkelnadel, die Tulip Etimo Murasaki (Affiliate Link), zum Einsatz. Die Gesichter habe ich bewusst gestickt statt Sicherheitsaugen zu verwenden. Beim Häschen habe ich zudem die Form leicht nach meinem eigenen Geschmack angepasst.


Gerade das möchte ich dir mitgeben: Trau dich, Anleitungen an deine eigenen Vorstellungen anzupassen. Kreativität lebt davon, eigene Ideen einzubringen. Am Ende soll dein fertiges Werk dir Freude bereiten und genau so aussehen, wie es dir gefällt.


Ein kleiner Tipp hat für mich den entscheidenden Unterschied gemacht. Nachdem alle Teile fertig gehäkelt waren, habe ich sie vorsichtig mit einer Tierhaarbürste/Zupfbürste/Makramee-Kamm (Affiliate Link) ausgebürstet. Dadurch lösen sich die feinen Fasern noch stärker aus den Maschen und der Fell Effekt kommt wunderschön zur Geltung. Für mich lohnt sich dieser letzte Schritt auf jeden Fall.


Würde ich das Garn wieder verwenden? Ganz klar: Ja.

Mich überzeugen sowohl die Optik als auch die aussergewöhnliche Weichheit. Mit einem Faden erinnert mich das Ergebnis an den feinen Look von Mohair, allerdings als vegane Alternative. Gleichzeitig ist das Garn pflegeleicht und eignet sich deshalb hervorragend für Amigurumi, Accessoires oder sogar Kleidungsstücke.


Für Kinder unter drei Jahren würde ich Furry Furry dennoch nicht empfehlen, da sich feine Fasern lösen könnten und Kleinkinder vieles noch in den Mund nehmen. Für ältere Kinder, die ein weiches Kuscheltier oder einen treuen Spielbegleiter möchten, halte ich es hingegen für eine schöne Wahl.


Ich denke, dass sich das Garn sowohl für ambitionierte Anfängerinnen und Anfänger als auch für Fortgeschrittene eignet. Wer die Grundlagen des Häkelns beherrscht, wird sich schnell an das Beilaufgarn gewöhnen und viel Freude an den flauschigen Ergebnissen haben.


Meine Tipps zum Häkeln mit Furry Garn


Verwende ein passendes Baumwollgarn

Das Furry Furry Garn ist ein reines Beilaufgarn. Es besteht aus einem sehr feinen Trägerfaden mit weichen Fasern und ist nicht dafür gedacht, alleine verarbeitet zu werden. Erst in Kombination mit einem Baumwollgarn entsteht die gewünschte Stabilität und der flauschige Effekt. Besonders praktisch finde ich, dass die Farben von Ricorumi DK und Ricorumi Furry Furry perfekt aufeinander abgestimmt sind. So wirkt das fertige Amigurumi wie aus einem einzigen Garn gehäkelt.


Starte mit einem kleinen Projekt

Wenn du zum ersten Mal mit Furry Garn arbeitest, empfehle ich dir, mit einem kleineren Projekt zu beginnen. So kannst du ausprobieren, wie sich die Kombination der Garne verhält und welcher Flausch Effekt dir am besten gefällt. Gleichzeitig hast du die Möglichkeit, verschiedene Häkelnadelgrössen zu testen und herauszufinden, welches Maschenbild dir persönlich am meisten zusagt.


Helle Farben erleichtern den Einstieg

Gerade am Anfang würde ich eher zu helleren Farben greifen. Bei ihnen lassen sich die Maschen deutlich besser erkennen als bei dunklen Tönen. Das macht das Häkeln entspannter und hilft dabei, Fehler schneller zu entdecken.


Bürste dein Amigurumi nach dem Häkeln aus

Mein persönlicher Geheimtipp: Bürste die einzelnen Körperteile nach dem Häkeln vorsichtig mit einer Tierhaarbürste/Zupfbürste/Makramee-Kamm (Affiliate Link) aus. Dadurch lösen sich die feinen Fasern aus den Maschen und der Fell Effekt kommt noch schöner zur Geltung. Für mich macht dieser kleine Schritt einen überraschend grossen Unterschied.


Die passende Häkelnadel wählen

Ich habe beide Projekte mit einer 3 mm  Tulip Etimo Murasaki Häkelnadel (Affiliate Link) gehäkelt und war mit dem Maschenbild sehr zufrieden. Die Nadel lag angenehm in der Hand und die Kombination aus Baumwollgarn und Furry Garn liess sich damit problemlos verarbeiten.


Wähle für den Einstieg eine einfache Form

Für das erste Projekt würde ich keine besonders aufwendige Figur wählen. Ein einfaches Amigurumi hilft dir dabei, das Material kennenzulernen und ein Gefühl für das gemeinsame Verhäkeln der Garne zu entwickeln. Hast du dich einmal daran gewöhnt, kannst du dich problemlos auch an anspruchsvollere Anleitungen wagen.


Vor und Nachteile auf einen Blick

Vorteile

  • Besonders weiche und kuschelige Haptik.

  • Wunderschöner Fell Effekt.

  • Dank Baumwollgarn bleiben die Maschen gut sichtbar.

  • Die Intensität des Flausch Effekts lässt sich über die Anzahl Furry Fäden variieren.

  • Pflegeleicht und bei 30 Grad waschbar.


Nachteile

  • Das gleichzeitige Verarbeiten von zwei oder drei Fäden braucht etwas Übung.

  • Beim Einstechen muss darauf geachtet werden, dass alle Fäden mitgehäkelt werden und keiner gespalten wird.

  • Das Auftrennen von Fehlern ist etwas aufwendiger als bei einem einzelnen Baumwollgarn.


Mein Fazit

Nach meinen beiden Projekten hat mich das Ricorumi Furry Furry Garn überzeugt. Es lässt sich angenehmer verarbeiten, als ich anfangs erwartet hatte, und verleiht Amigurumi einen wunderschönen flauschigen Look. Besonders gut gefällt mir, dass sich der Fell Effekt durch die Anzahl der verwendeten Furry Fäden individuell anpassen lässt.


Ich würde das Garn allen empfehlen, die bereits erste Erfahrungen mit Amigurumi gesammelt haben und ihren Figuren eine besondere Optik verleihen möchten. Mit etwas Übung ist das gemeinsame Verhäkeln der Garne gut machbar und das Ergebnis lohnt sich aus meiner Sicht auf jeden Fall.


Für mich ist das Ricorumi Furry Furry Garn eine tolle vegane Alternative zu Mohair ähnlichen Effekten und wird künftig bestimmt noch häufiger in meinen Häkelprojekten zum Einsatz kommen.



Häufige Fragen (FAQ)


Kann ich Furry Furry Garn auch ohne Baumwollgarn verhäkeln?

Das Ricorumi Furry Furry Garn ist als Beilaufgarn konzipiert und wird zusammen mit einem Baumwollgarn verarbeitet. Für Amigurumi würde ich es deshalb nicht alleine verwenden, da das Garn sehr fein ist und dem Häkelstück die nötige Stabilität fehlen würde.


Wie viele Fäden werden gleichzeitig verarbeitet?

In den Anleitungen von Rico Design wird das Furry Garn je nach gewünschtem Fell Effekt mit einem, zwei Fäden zusammen mit einem Faden Ricorumi Baumwollgarn verhäkelt.


Ist Furry Garn für Anfänger geeignet?

Ja. Wenn du die Grundlagen des Häkelns beherrschst und bereits erste Amigurumi gehäkelt hast, ist Furry Garn eine schöne Möglichkeit, dich an ein neues Material heranzuwagen.


Welche Häkelnadel hast du verwendet?

Ich habe beide Projekte mit einer 3 mm Tulip Etimo Murasaki Häkelnadel gehäkelt (Affiliate Link). Mit dieser Kombination war ich sehr zufrieden.


Kann ich das fertige Amigurumi waschen?

Laut Rico Design kann das Garn im Schonwaschgang bei 30 Grad gewaschen werden. Beachte dabei immer auch die Pflegehinweise des verwendeten Baumwollgarns.



Falls du noch auf der Suche nach weiteren Amigurumi Ideen bist, findest du in meinem Blog regelmässig Häkeltipps, kostenlose Anleitungen, Garn Tests und Buchvorstellungen.


Bis Bald

BellArt Gabriela



Gabriela Scheidegger

Über mich


Ich bin Gabriela, SPIEGEL Bestseller Autorin, leidenschaftliche Amigurumi Designerin und Gründerin von BellArt Gabriela. Seit vielen Jahren teste ich Garne, entwickle Häkelanleitungen und gebe Workshops in der Schweiz. Auf meinem Blog teile ich ehrliche Erfahrungen, kreative Ideen und praktische Tipps rund ums Häkeln.



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